London

Vom Big Ben bis zu Westminster Abbey schon alles gesehen? Dann wird es Zeit, die Stadt an der Themse einmal abseits der üblichen Reisepfade zu erkunden. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Tasse Earl Grey und feinsten Kuchen in einer versteckten Teestube über einem Pub? Oder einer abendlichen Museums-Führung bei Kerzenschein? Hier kommen die schönsten alternativen Reise-Tipps für ein Wochenende in der britischen Hauptstadt

11 Uhr: Essen & Stöbern auf dem Broadway Market


© Lisa Staub

Der Broadway Market in East London ist der perfekte Ausgangspunkt für eine alternative Erkundungstour abseits vom Sightseeing-Hotspot Westminster und den hippen, aber touristisch überlaufenen Straßen Camdens. Der Markt besticht durch seine kleinen aber feinen Stände, die von hausgemachten Crêpes, frischen Waffeln über Vintage-Filmplakate und handverlesene Keramik reichen. Bei schönem Wetter empfiehlt es sich, sich das Essen auf die Hand geben zu lassen und bei einem kleinen Picknick am nahe gelegenen Regent’s-Kanal entspannt in den Tag zu starten. Alternativ finden sich links und rechts vom Markt allerlei Cafés mit leckeren Frühstücksklassikern wie Avocado auf Sourdough-Toast oder Eggs Benedict auf herzhaften English Muffins.

13 Uhr: Sonne tanken im Victoria Park


© Lisa Staub / pexels

Keine Frage, der Hyde Park in London ist eine der schönsten Grünflächen der Stadt, allerdings kann es dort gerade an sonnigen Tagen auch mal ziemlich voll und trubelig werden. Wer es gerne ein wenig ruhiger mag, ist im Victoria Park genau richtig. Nur wenige Gehminuten vom Broadway Market entfernt, eignet er sich perfekt für einen kleinen Nachmittags-Spaziergang im Grünen.

15 Uhr: Afternoon Tea im Secret Tea Room


© Lisa Staub / pexels

Es ist 15 Uhr nachmittags und das heißt in Großbritannien vor allem eines: It’s tea time. Für einen Afternoon Time in gemütlicher Atmosphäre empfiehlt sich der Secret Tea Room im Londoner Stadtteil Soho. Der Name ist Programm, denn das kleine Café erreicht man nur über eine kleine Wendeltreppe im darunter liegenden Pub (einfach den Barkeeper fragen, wo es zum Secret Tea Room geht und er wird euch zum Eingang führen.)

17 Uhr: Street Art in Shoreditch


© Lisa Staub

Der Szene-Bezirk Shoreditch im Osten der Stadt trumpft nicht nur mit zahlreichen Cafés und hübschen Läden auf, sondern vor allem auch mit seinen vielen Graffitis und Street-Art-Werken, u.a. von renommierten Künstlern wie Banksy (s. Bild unten, welches hinter einer Glasfassade geschützt und somit auch dauerhaft erhalten bleibt). Als Startpunkt empfiehlt es sich, an der Great Eastern Street in die Rivington Street einzubiegen und diese Richtung Osten mitsamt den Seitenstraßen zu erkunden.

18 Uhr: Führung bei Kerzenlicht im Dennis Severs‘ House


Wer schon immer einmal wissen wollte, wie wohlhabende Londoner im 18. Jahrhundert gehaust haben, sollte Dennis Severs‘ Haus in Shoreditch einen Besuch abstatten. Benannt ist dieses Museum der etwas anderen Art nach dem gleichnamigen amerikanischen Exzentriker, der das um 1724 erbaute Haus renovierte und in seinen ursprünglichen Zustand mitsamt dem Interieur aus der Zeit versetzte. Noch authentischer wird das ganze bei den zwei Mal wöchentlich angebotenen „Silent Night“ Führungen, die in den Abendstunden bei Kerzenlicht stattfinden.

19 Uhr: Moderne indische Küche im Dishoom


Nach dem Street-Art-Rundgang eignet sich das Dishoom im Herzen von Shoreditch als perfekter kulinarischer Ausklang am Abend. Auf der Menü-Karte reihen sich Klassiker wie Samosas und diverse Currys neben ausgefallenere Kraationen wie Jackfruit Biryani, Paneer Pineapple Tikka und dem hausgemachten Black Daal Curry (unbedingt probieren). Die Karte geht außerdem auf spezielle Ernährungsbedürfnisse ein und bietet vegane, laktosefreie und glutenfreie Optionen.

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